Evangelische und Katholische Religionslehre

 

 

„Schon kleine Kinder stellen die großen Fragen des Lebens: „Woher kommt die Welt?“, „Wo sind die Toten?“ oder „Wie sieht es im Himmel aus?“ Später heißen die Fragen dann: „Was ist Sinn und Ziel meines Lebens?“, „Was ist der Weg zum wahren Glück?“, „Was ist gut und böse?“, „Woher kommt das Leid?“ oder „Existiert Gott?“

Der Religionsunterricht ist das Schulfach, in dem Schülerinnen und Schüler Lebensfragen erörtern, die sich jedem Menschen stellen. Religiöse Bildung ist Identitätsfindung.

Angesichts der religiösen und weltanschaulichen Vielfalt in unserer globalisierten Welt hat der Religionsunterricht insbesondere folgende Aufgaben:

  • Auseinandersetzung mit Glaubensinhalten und Wertsystemen
  • Entwicklung eines eigenen Standpunktes zu religiösen Fragen
  • Erziehung zu Toleranz und Förderung der Dialogfähigkeit

Im Religionsunterricht am EKG möchten wir diesen Herausforderungen begegnen, indem wir z. B. die verschiedenen Weltreligionen kennenlernen (Exkursionen, außerschulische Lernorte, Besuch einer Synagoge, Moschee oder eines Hindu-Tempels), um die Verständigung zwischen den Religionen, Respekt und Toleranz zu fördern.

Wir stellen die Frage nach der Verantwortung des Menschen für das Leben, um Jugendliche zu ermutigen, sich in ihrem Leben für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen (Kooperation mit der Stiftung Eben-Ezer, Sozialpraktikum, Arbeitskreis 9. November 1938).

Insbesondere in der Oberstufe ist es uns ein Anliegen, durch Diskussion zum kritischen Nachdenken anzuregen, denn der Religionsunterricht hat auch aufklärerische Funktion. Er hilft, religiöse Vorstellungen bewusst zu machen, zu untersuchen und begründet zu beurteilen.

Verschiedene Unterrichtsprojekte, vor allem unsere Schulgottesdienste, ergänzen und vertiefen den Unterricht, geben Schülerinnen und Schülern Einblicke in gelebte Glaubenspraxis und fördern das Gemeinschaftsgefühl an unserer Schule.

Wir legen Wert darauf, dass der Religionsunterricht geprägt ist von Offenheit und gegenseitigem Respekt.